
Start der neuen Reihe „Mein Vorbild“ in meinem Blog. Den Anfang macht der deutsche Phantastik Autor Markus Heitz
Der 1971 in Homburg geborene Fantasy-, Horror- und Mystery-Autor machte sich in der deutschen Fantasy-Szene eine Namen mit der „Zwerge“ Quadrologie und der „Ulldart“ Reihe. Doch vor dieser Zeit absolvierte Heitz seinen Grundwehreinsatz, studierte danach Germanistik und Geschichte auf Lehramt und landete schließlich als freier Journalist bei der Saarbrücker Zeitung.
Letzendlich begann er zu schreiben und arbeitete sich zu einer namenhaften Größe in der deutschen Fantasy-Szene hoch.
Eine Buchreihe ist mir persönlich sehr in Erinnerung geblieben, weil sie wirklich das beste ist, was ich bisher von ihm gelesen habe und in der Form bestimmt auch einzigartig. Es geht um die Reihe „Die Bestie“, bestehend aus den Büchern „Ritus“ und „Sanctum.“
Die Geschichte handelt von zwei Protagonisten, zwei Helden, aus unterschiedlichen Jahrzehnten, die aber einen Gegner bekämpfen müssen. Schon diese beiden eng zusammen geknüften Handlungsstränge sind in ihrer Art einzigartig und erfrischend anders. Sie handeln von der berühmt berüchtigten Bestie vom Gévaudan, die eine bis heute nicht identifizierten Verursacher seiner Serie von grauenhaften Morden von 1764 bis 1767 in den südlichen Weiten Frankreichs war. Hier knüpft Heitz „Fakten“ und Fiktion zu einem gekonnten Geflecht aus Action, Horror und Historienabenteuer und „lüftet“ das Geheimnis um die Vorkommnisse in Südfrankreich.
Das Gimmik der Story ist aber der zweite Handlungsstrang, der im Jahr 2004 angesiedelt ist und dessen Protagonist ein junger dynamischer Mann ist, der sich verschrieben hat, die Bestie durch ganz Europa zu jagen. Eric von Kastell ist der Inbegriff von Coolness. Ein stylischer Jäger, der auf ein umfangreiches Waffenarsenal zurückgreifen kann, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen habend und keine wild romantisch erotische Beziehung mit wunderschönen Frauen verschmäht.
Ein weiterer Grund ist die dynamisch erzählte Story. Gespickt mit rasanter Action spannungsgeladenen und emotionalen Sequenzen gemischt mit prickelnden Sexszenen, eine willkommene Abwechslung in den unzähligen Versionen über die Jagd nach Werwölfen. Das besondere ist, dass die Charaktere die Action kreieren und der Autor sie ihnen nicht zwanghaft „aufquatscht.“ Dabei verliert Heitz nicht die Thematik aus den Augen und kredenzt dem Leser eine wunderbare Möglichkeit in die mysteriöse Welt dieser Bestie einzutauchen, die wie sollte es auch anders sein, natürlich blutgetränkt ist. Heitz verzichtet auf lange Erklärungen, überufernde Landschaftsbeschreibungen, bringt die Sache auf den Punkt und treibt den Plot mit den Koflikten der Protagonisten an. Kurz um, er weiß eine gute Story zu erzählen.
Die Buchreihe bietet eine wunderbare Vorlage für eine rund um gelungene Verfilmung, bei der sich der Drehbuchautor ruhig eng an die vom Autor erdachte Fassung halten kann.
Ich hatte die Ehre Markus Heitz auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt zu treffen und plauderte mit ihm über „Ritus“ und „Sanctum“. Er ist wirklich ein bodenständiger netter und zuvor kommender Mensch ganz ohne Starallüren. Ich würde mich freuen ihn bald mal wieder zu treffen und kann jedem Fantasy-Fan, der sich für das Werwolf Genre interessiert oder auf rassige Action und coole Sprüche steht, diese beiden Bücher zu kaufen.
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